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Direkter Zugang zu europäischen Ressourcen: Deutsch-chinesische Kooperationsveranstaltung in der Hightech-Zone Zhuhai

12. Sept.
5 Min. Lesezeit

Am 4. September fand im Xiangshan-Konferenzzentrum der Hightech-Zone Zhuhai die von der Investment Promotion Agency des chinesischen Handelsministeriums organisierte „Deutsch-chinesische Kooperationsveranstaltung für Industrie und industrienahe Dienstleistungen 2026“ statt.


 

Mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Regierungen, Unternehmen und Institutionen beider Länder nahmen an der Veranstaltung teil. Huang Xiaopeng, Mitglied des Ständigen Ausschusses des Stadtkomitees der Kommunistischen Partei Chinas von Zhuhai und geschäftsführender Vizebürgermeister der Stadt, hielt eine Ansprache. Ebenfalls anwesend waren Tang Song, stellvertretender Leiter der Investment Promotion Agency des chinesischen Handelsministeriums, und Zhao Shijian, Sekretär des Parteiarbeitsausschusses der Hightech-Zone Zhuhai.

 


Als bedeutender Innovationsstandort in der Guangdong–Hongkong–Macao Greater Bay Area beherbergt die Hightech-Zone Zhuhai zahlreiche leistungsfähige Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung. Insbesondere in den Bereichen intelligente Fertigung, künstliche Intelligenz und Biomedizin verfügt sie über eine solide Grundlage für die Zusammenarbeit mit Deutschland. Gestützt auf die Standortvorteile der Greater Bay Area verbessert die Hightech-Zone kontinuierlich ihre industrielle Infrastruktur und entwickelt ein offenes, inklusives und international ausgerichtetes Geschäftsumfeld. Damit bietet sie deutschen Unternehmen wichtige Voraussetzungen für Investitionen in China und für die Erschließung des Marktes der Greater Bay Area.

 

Chancen am Knotenpunkt der Greater Bay Area

Huang Xiaopeng dankte im Namen des Stadtkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und der Stadtregierung von Zhuhai der Investment Promotion Agency des chinesischen Handelsministeriums sowie der China International Investment Promotion Agency (Germany) für die sorgfältige Organisation der Veranstaltung. Die Mitglieder der angereisten deutschen Wirtschaftsdelegation seien unter anderem in den Bereichen industrielle Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie grenzüberschreitende Logistik und Lieferketten tätig. Ihre Kompetenzfelder stimmten in hohem Maße mit den Entwicklungsbedürfnissen Zhuhais überein. Huang äußerte die Erwartung, dass die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen in Zhuhai konkrete Ergebnisse hervorbringen und ein neues Kapitel der Kooperation in der Guangdong–Hongkong–Macao Greater Bay Area aufschlagen werde.

 

Tang Song hob hervor, dass Deutschland und China über erhebliches Kooperationspotenzial bei industrienahen Dienstleistungen verfügten. Die Veranstaltung in der Hightech-Zone Zhuhai solle dazu beitragen, hochwertige deutsche Industriedienstleistungen und Fachressourcen in der Greater Bay Area zu etablieren, die internationale Vermarktung von Innovationen aus Zhuhai zu unterstützen und weitere praxisorientierte und effiziente Unternehmenskooperationen anzustoßen.

 

Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Zhuhai und Deutschland verfügen bereits über ein solides Fundament. Derzeit sind in Zhuhai 63 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert; ihr registriertes Kapital beläuft sich zusammen auf 445 Millionen US-Dollar. Deutschland nimmt damit unter den europäischen Herkunftsländern sowohl bei der Zahl der in Zhuhai investierenden Unternehmen als auch beim registrierten Kapital den ersten Platz ein. Technologisch anspruchsvolle und wirtschaftlich impulsstarke Projekte von Unternehmen wie MTU Maintenance Zhuhai, HARTING und Bühler Motor haben sich in Zhuhai etabliert und weiterentwickelt. Sie verleihen der industriellen Entwicklung der Stadt zusätzliche Dynamik und stehen zugleich beispielhaft für die deutsch-chinesische Wirtschaftskooperation in der Greater Bay Area.


Vertiefter Branchendialog und neue Kooperationsbrücken

Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die Hightech-Zone Zhuhai und die Kooperationszone Guangdong–Macao für vertiefte Zusammenarbeit in Hengqin ihre jeweiligen Investitionsbedingungen, industriellen Standortvorteile und politischen Förderinstrumente.



Als zentraler Standort für die Entwicklung von Produktivkräften neuer Qualität in Zhuhai beschleunigt die Hightech-Zone den Aufbau des Kerngebiets der Zhuxi Science City. Sie positioniert sich als Ursprungsort technologischer Innovationen, als Erprobungsraum für neue Anwendungsszenarien und als Vorreiterstandort für Zukunftsindustrien. Durch die enge Verzahnung industrieller Innovationen, technologischer Forschung und neuer Anwendungsmöglichkeiten schafft sie günstige Voraussetzungen für internationale Unternehmen, die den Markt der Greater Bay Area erschließen und industrielle Kooperationen aufbauen möchten.

 

Die Kooperationszone Guangdong–Macao für vertiefte Zusammenarbeit in Hengqin bildet zugleich eine neue Plattform zur Förderung einer angemessen diversifizierten Wirtschaftsentwicklung Macaos. Für deutsche Unternehmen eröffnet sie zusätzliche Möglichkeiten, sich an der Entwicklung der Greater Bay Area zu beteiligen und die Wachstumschancen Hengqins zu nutzen.

 

Im Unternehmensdialog berichteten Vertreter von ABB Robotics, Zhuhai Lanzhong Innovation Technology und Bühler Motor über ihre Entwicklung in der Hightech-Zone Zhuhai. Im Mittelpunkt standen ihre Investitionsentscheidungen, die Zusammenarbeit innerhalb industrieller Wertschöpfungsketten, technologische Innovationen und die Erschließung neuer Märkte. Die Erfahrungen der vor Ort tätigen Unternehmen verdeutlichten die kontinuierliche Weiterentwicklung des industriellen Ökosystems und die Offenheit der Hightech-Zone für internationale Kooperationen. Zugleich erhielten die deutschen und europäischen Teilnehmer einen unmittelbaren Einblick in die Möglichkeiten, von Zhuhai aus die Greater Bay Area und den chinesischen Markt zu erschließen.

 


Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt sowie weiterer deutscher Unternehmen erörterten Möglichkeiten der regionalen Zusammenarbeit, der Markterschließung und des technologischen Austauschs. Die Gespräche machten die komplementären Stärken und das breite Entwicklungspotenzial der deutsch-chinesischen Industriekooperation deutlich.

 

Einblicke in das Innovationsökosystem der Hightech-Zone

Am selben Tag besuchte die deutsche Delegation Advanced Fiber Resources (Zhuhai), Ltd., das Zhuhai-Innovationszentrum für Anwendungen verkörperter Intelligenz sowie Kingsoft und weitere bedeutende Unternehmen und Innovationsplattformen. Die Delegationsmitglieder informierten sich eingehend über die technologischen Kompetenzen, Produktvorteile und Anwendungsszenarien der Hightech-Zone in den Bereichen faseroptische Kommunikationskomponenten, verkörperte Intelligenz und Anwendungssoftware. Dabei konnten sie die industrielle Innovationsdynamik des Standorts unmittelbar kennenlernen.



Die Hightech-Zone Zhuhai treibt derzeit den Aufbau zukunftsorientierter Industriecluster mit einem angestrebten Volumen von jeweils mehreren zehn Milliarden Yuan voran. Zu den Schwerpunkten gehören Anwendungen im niedrigen Luftraum, künstliche Intelligenz und integrierte Schaltungen. Zahlreiche Innovationszentren verbinden Forschung und Entwicklung, Erprobung und industrielle Umsetzung zu durchgängigen Innovationsketten. Dadurch gelangen Forschungsergebnisse schneller aus den Laboren in die industrielle Praxis, während für chinesische und internationale Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten für Technologiekooperationen, die gemeinsame Entwicklung von Anwendungsszenarien und die Zusammenarbeit entlang industrieller Wertschöpfungsketten entstehen.

 


Im November 2026 wird das 33. Informelle Treffen der Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in Shenzhen in der Provinz Guangdong stattfinden. Damit kommt diese hochrangige internationale Veranstaltung erstmals in die Guangdong–Hongkong–Macao Greater Bay Area.

 

Die Hightech-Zone Zhuhai liegt im Zentrum der Greater Bay Area. Großprojekte wie die Shenzhen–Zhongshan-Verbindung und die Hongkong–Zhuhai–Macao-Brücke sowie das gut ausgebaute regionale Verkehrsnetz binden den Standort zunehmend in einen Ein-Stunden-Lebens- und Wirtschaftsraum ein. Dies verbessert den Zugang zu internationalen Innovationsressourcen, erweitert den Spielraum für industrielle Kooperationen und schafft zusätzliche Möglichkeiten für chinesische und ausländische Unternehmen, an der Entwicklung der Greater Bay Area teilzuhaben.

 


Die China-Reise der deutschen Delegation aus Industrie und industrienahen Dienstleistungen eröffnete deutschen und europäischen Unternehmen nicht nur einen unmittelbaren Zugang zu Zhuhai und seiner Hightech-Zone. Sie bot zugleich den dort ansässigen Unternehmen eine Plattform für persönliche Gespräche mit internationalen Partnern sowie für den Zugang zu europäischen Ressourcen und Märkten.


In den Schwerpunktfeldern industrielle Digitalisierung, künstliche Intelligenz, grüne Energie, Gesundheitswirtschaft und grenzüberschreitende Dienstleistungen vertieften die beteiligten Unternehmen ihr gegenseitiges Verständnis und glichen ihre konkreten Kooperationsbedarfe ab. Damit wurde eine Grundlage für weiterführende Zusammenarbeit in den Bereichen Technologieentwicklung, Markterschließung, professionelle Dienstleistungen und Investitionen geschaffen.



Die Hightech-Zone Zhuhai wird die Veranstaltung zum Anlass nehmen, ihre Kooperationskanäle mit Deutschland und weiteren europäischen Ländern kontinuierlich auszubauen. Gleichzeitig sollen die Internationalisierung heimischer Unternehmen und die Ansiedlung internationaler Ressourcen besser unterstützt werden. Ziel ist es, die deutsch-chinesische industrielle Zusammenarbeit auf zusätzliche Bereiche auszuweiten, inhaltlich zu vertiefen und auf ein höheres Niveau zu heben, um gemeinsam neue Perspektiven für eine partnerschaftliche und für beide Seiten vorteilhafte Entwicklung zu eröffnen.

 
 
 

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