Dritte Konferenz zu ESG-Best-Practice-Beispielen chinesischer und europäischer Unternehmen in Mainz abgehalten
- 26. Juni
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XinhuaNet, Mainz, Deutschland, 26. Juni – Der Rhein fließt ruhig und gewunden dahin; grüne Hügel und eine alte Stadt blicken auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Am selben Tag wurde in Mainz, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, die dritte Konferenz zu Best-Practice-Beispielen chinesischer und europäischer Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) eröffnet. Mehr als 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft aus China und Europa kamen zusammen und wohnten der Bekanntgabe der diesjährigen Auszeichnungen bei. Nach Ansicht der anwesenden Gäste hat die Konferenz seit ihrer erfolgreichen Durchführung in den vergangenen drei Jahren nicht nur eine Reihe von Vorbildern für chinesische und europäische Unternehmen bei der Umsetzung von ESG-Prinzipien hervorgebracht, sondern auch durch ihren Fokus auf grüne und nachhaltige Entwicklung einen positiven und wirkungsvollen Beitrag zum gegenseitigen Wirtschafts- und Handelsaustausch zwischen China und Europa geleistet. Ihre Markenwirkung tritt zunehmend deutlich hervor.
Die diesjährige Konferenz wurde vom Generalkonsulat der Volksrepublik China in Frankfurt am Main ausgerichtet und gemeinsam mit mehreren deutschen Institutionen, darunter dem Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klimaschutz des Landes Rheinland-Pfalz, der Stadt Mainz, der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, KPMG Deutschland und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), sowie mehreren chinesischen Institutionen, darunter XinhuaNet, China International Investment Promotion Agency (Germany) und China Book Trading Co., Ltd., veranstaltet. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautete „Von der Vision zur Praxis: Nachhaltige Entwicklung durch Zusammenarbeit stärken“. Die Veranstaltung zog Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus China, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Dänemark, Luxemburg und weiteren Ländern an. Der Generaldirektor der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien, Francesco La Camera, übermittelte der Konferenz eine Videobotschaft.

Huang Yiyang, Generalkonsul der Volksrepublik China in Frankfurt am Main, hielt auf der Konferenz eine Rede. In seiner Ansprache erklärte Generalkonsul Huang Yiyang, chinesische und europäische Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren zunehmend einen Konsens darüber entwickelt, dass die Vitalität grüner Industrien davon abhänge, ob Unternehmen bereit seien zu investieren, ob Nutzer bereit seien zu kaufen, ob sich tragfähige Geschäftsmodelle herausbildeten und ob geschlossene Wertschöpfungskreisläufe entstehen könnten. Genau darin liege auch der Ausgangspunkt der diesjährigen Konferenz, die das ESG-Konzept innovativ weiterentwickle.
„Mit dem Leitgedanken ‚Empowering Sustainable Growth‘ möchten wir ein noch deutlicheres Signal senden: Die Lebenskraft von ESG zeigt sich letztlich in der kommerziellen Praxis“, sagte Huang. „Die chinesische Praxis hat bereits bewiesen, dass grüne Berge und klares Wasser einerseits und Berge aus Gold und Silber andererseits keineswegs eine Entweder-oder-Frage sind, sondern eine Aufgabe, bei der beides miteinander vereinbar ist. Chinas grüne Entwicklung ist auf ein koordiniertes Voranschreiten mit europäischen Partnern angewiesen; zugleich profitiert Europas grüne Transformation vom chinesischen Markt, von chinesischen Liefer- und Wertschöpfungsketten sowie von chinesischen Innovationsergebnissen.“

Michael Ebling, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klimaschutz des Landes Rheinland-Pfalz, betonte, dass Umwelt, Soziales und Unternehmensführung für die Entwicklung der Weltwirtschaft immer wichtiger würden. „Nachhaltige Entwicklung ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine wichtige Grundlage dafür, dass Unternehmen und Volkswirtschaften langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg stehen nicht im Widerspruch zueinander“, sagte er. Die europäisch-chinesischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen entwickelten sich kontinuierlich weiter, zugleich stünden beide Seiten vor vielen ähnlichen Herausforderungen. Der Wert der heutigen Konferenz liege darin, einen offenen Austausch zu ermöglichen, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und eine Plattform zu bieten, auf der neue Ideen entstehen, neue Partnerschaften geknüpft und gemeinsame Lösungsansätze erkundet werden könnten.
Zeljko Knezevic, Geschäftsführer für Industrial Services und Cybersecurity bei TÜV Rheinland, stellte vor, dass der diesjährigen Jury neben ihm selbst sechs weitere Jurymitglieder aus Institutionen wie KPMG Deutschland, XinhuaNet und dem Beijing ESG Research Institute angehörten. Insgesamt seien bei der Konferenz fast 140 Fallbeispiele von mehr als 120 Einrichtungen eingereicht worden. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Zahl der eingereichten Fälle in diesem Jahr deutlich gestiegen; zugleich habe auch der Anteil der aus Europa eingereichten Beispiele erheblich zugenommen. Noch wichtiger sei, dass die Beispiele nicht nur von Fortune-Global-500-Unternehmen stammten, sondern auch von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen. Erstmals seien zudem Beiträge von Thinktanks, Hochschulen und anderen Institutionstypen eingereicht worden. Dies zeige deutlich, dass Einfluss, Reichweite und gesellschaftliche Anerkennung der Konferenz weiter zugenommen hätten.
Am Ende wurden unter anderem chinesische und internationale Unternehmen wie Sinopec, Xiamen Hithium Energy Storage, Global New Material International, Chery Automobile, Tencent Holdings sowie Henkel, Veolia, Boehringer Ingelheim und Pirelli mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Ein Vertreter von Sinopec hielt auf der Konferenz einen Vortrag unter dem Titel „Saubere Energie, schönes Leben“. Ausgehend vom Aufbau der ersten „rauchfreien Stadt“ Chinas mit geothermischer Wärmeversorgung in Xiong’an treibt Sinopec gemeinsam mit Partnern aus Island die weltweite Verbreitung dieser Technologie voran, vertieft seine kohlenstoffarmen Praktiken und unterstützt die Transformation hin zu sauberer Energie. Anhand des ersten chinesischen Projekts zur Abscheidung und Nutzung von Kohlendioxid im Millionen-Tonnen-Maßstab und weiterer Beispiele zeigte Sinopec, wie das Unternehmen heute gemeinsam mit Partnern wie BASF und Shell technologische Herausforderungen angeht und eine globale Kooperationsplattform aufbaut. Von der Gründung eines Joint Ventures mit BASF in Deutschland bis hin zur gemeinsamen Ankündigung, als erste in- und ausländische Unternehmen einen Mechanismus zur gegenseitigen Anerkennung von Produkt-CO₂-Fußabdruckdaten zu etablieren, vertieft Sinopec die gemeinsame Innovation und setzt ein Beispiel für die chinesisch-europäische Zusammenarbeit.
Walter Döring, Vorsitzender der Akademie Deutscher Hidden Champions, Thorsten Giehler, Leiter des Bereichs Wirtschaft und soziale Entwicklung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, sowie weitere Gäste nahmen an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltiges Wachstum durch Zusammenarbeit stärken“ teil. Vertreterinnen und Vertreter der BMW Group und von Chery Automobile hielten auf der Konferenz ebenfalls Fachbeiträge.

Darüber hinaus fanden am Tag der Konferenz vier parallele Fachforen statt, die sich jeweils auf künstliche Intelligenz, Life Sciences, Energieanwendungen und den Aufbau von Null-Emissions-Industrieparks konzentrierten.
Bemerkenswert ist außerdem, dass im Rahmen der Konferenz die parallele Dialogveranstaltung „Brücke des Tischtennis“ stattfand. Vertreter des Tischtennisclubs Saarbrücken sowie weitere Persönlichkeiten aus dem deutschen Sportbereich diskutierten dort gemeinsam mit mehreren chinesischen Delegationen über die Förderung des deutsch-chinesischen Austauschs in Sport, Wirtschaft und Handel.
Nach Angaben der Veranstalter soll die vierte Konferenz zu ESG-Best-Practice-Beispielen chinesischer und europäischer Unternehmen im Jahr 2027 zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt in Saarbrücken, Deutschland, stattfinden.

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