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Industrie- und Kooperationsforum 2026 für deutsche Unternehmen aus der Intelligenten Fertigung und industrienahen Dienstleistungen in Zhenjiang veranstaltet

4. Sept.
3 Min. Lesezeit

Am Nachmittag des 2. September 2026 fand in der Wirtschafts- und Technologieentwicklungszone Zhenjiang (ZETDZ) das Industrie- und Kooperationsforum 2026 für deutsche Unternehmen aus der High-End-Fertigung und industrienahen Dienstleistungen statt.

 

Tang Song, stellvertretender Direktor der Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung des chinesischen Handelsministeriums, sowie Jia Jingyuan, Mitglied des Ständigen Ausschusses des KPCh-Stadtkomitees Zhenjiang und Sekretär des Arbeitskomitees der KP Chinas in der ZETDZ, nahmen an der Veranstaltung teil und hielten Grußansprachen.

 

Zu den weiteren Teilnehmern gehörten Xiao Jingdong, stellvertretender Sekretär des Arbeitskomitees der KP Chinas und Direktor des Verwaltungskomitees der ZETDZ, Wu Jiang, Mitglied der Leitung der Entwicklungszone, Jörg Müller, Geschäftsführer von MÜLLER & COMPANY und ehemaliger Executive Vice President der Volkswagen Group China, sowie Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, Sinologe und Professor für moderne China-Studien am China-Institut für die deutsche Wirtschaft (CIDW).

 

An der Veranstaltung nahmen knapp 100 Vertreterinnen und Vertreter aus insgesamt 28 deutschen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Public-Affairs-Organisationen aus den Bereichen High-End-Fertigung und Dienstleistungen teil. Ebenfalls vertreten waren die China International Investment Promotion Agency (Germany), zuständige Behörden der Stadt Zhenjiang, in Zhenjiang ansässige Hochschulen sowie führende Unternehmen der Region.

 

 

Tang Song erklärte in seiner Ansprache, Deutschland und China gehörten zu den weltweit führenden Industrienationen. Beide Länder verfügten über eine starke industrielle Basis, enge Kooperationsbeziehungen und ausgeprägte komplementäre Stärken. Deutschland habe umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen High-End-Anlagenbau, digitale Industrielösungen, Qualitätsmanagement und spezialisierte Dienstleistungen gesammelt.

 

Zhenjiang verfüge seinerseits über eine solide industrielle Grundlage und klar ausgeprägte Branchenschwerpunkte. Insbesondere in den Bereichen Elektroausrüstungen, neue Energien und neue Materialien habe die Stadt leistungsfähige Industriestrukturen aufgebaut. Darüber hinaus seien zahlreiche hochwertige Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, der Medizintechnik und dem intelligenten Anlagenbau in Zhenjiang ansässig.

 

Tang Song äußerte die Hoffnung, dass beide Seiten von den konkreten Anforderungen der Industrie ausgehen, praktische Anwendungsszenarien als verbindendes Element nutzen und sich am gemeinsamen Nutzen orientieren würden. Durch ein besseres Verständnis der jeweiligen Stärken und Bedarfe sollten weitere Möglichkeiten für eine praxisorientierte Zusammenarbeit erschlossen werden. Die Veranstaltung solle den Ausgangspunkt für eine Vertiefung der Beziehungen in den Bereichen technologische Zusammenarbeit, gegenseitige Investitionen, Markterschließung, Austausch von Fachkräften sowie gesellschaftlicher und kultureller Austausch bilden und neue Räume für eine beiderseits vorteilhafte Kooperation eröffnen.

 

Jia Jingyuan begrüßte die Gäste des Forums. Zhenjiang sei ein wichtiger Standort der modernen Fertigungsindustrie in der Jangtse-Delta-Region. Die Stadt verfüge über ein umfassendes Industriesystem und eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und arbeite derzeit aktiv am Aufbau des modernen Industriesystems „4833“.

 

Deutsche Präzisionsarbeit stehe weltweit für hohe Qualität in der Fertigung, und die deutsche Industrie nehme international eine führende Stellung ein. Zhenjiang und Deutschland verbinde eine langjährige Geschichte des Austauschs. Die Standortressourcen und Industriestrukturen beider Seiten ergänzten sich in hohem Maße und eröffneten umfangreiche Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit.

 

Jia Jingyuan äußerte die Erwartung, dass die Veranstaltung den Auftakt zu einer intensiveren und praxisorientierten Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen und Investitionsinstitutionen bilden werde. Besondere Potenziale bestünden bei der industriellen Vernetzung, der offenen und beiderseits vorteilhaften Zusammenarbeit sowie beim Aufbau eines innovationsfreundlichen Ökosystems.

 

Zugleich hoffe die Entwicklungszone, von den umfassenden Erfahrungen deutscher Unternehmen in der Präzisionsfertigung zu profitieren und Fortschritte bei der Gewinnung und Ansiedlung von Investitionen sowie bei der internationalen Markterschließung lokaler Marken zu erzielen. Auf diese Weise solle die Internationalisierung der Entwicklungszone auf hohem Niveau vorangetrieben, die Ansiedlung hochwertiger Investitionen gefördert und die weitere Öffnung der Region gestärkt werden.

 

Xiao Jingdong erklärte, die Entwicklungszone richte ihre Arbeit derzeit konsequent auf das Industriesystem „3211“ aus. Dabei verfolge sie das Ziel, sich an hohen Maßstäben zu orientieren, sich mit den Besten zu messen und als wirtschaftlicher Wachstumsträger Verantwortung zu übernehmen.

 

Er äußerte die Hoffnung, dass die Unternehmensvertreter gemeinsam mit der Entwicklungszone die industrielle Zusammenarbeit, die Abstimmung zu den relevanten Rahmenbedingungen sowie den direkten Austausch weiter intensivieren würden. Insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Biomedizin, Informationstechnologien der nächsten Generation und High-End-Anlagenbau sollten auf mehreren Ebenen und in unterschiedlichen Formaten neue Kooperationen entstehen. Gemeinsam solle damit ein neues Kapitel der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit aufgeschlagen werden.

 

Im Rahmen der Veranstaltung stellte das Amt für Investitionsförderung der ZETDZ die regionale Industriestruktur und das Geschäftsumfeld umfassend vor. Vertreter von Unternehmen aus dem Bereich intelligente Fertigung berichteten über ihre Erfahrungen und Entwicklungsperspektiven. Die deutsche Delegation präsentierte ihre übergreifenden Kooperationsbedarfe und -vorhaben.

 

Die teilnehmenden deutschen und chinesischen Unternehmen sowie Vertreter der Hochschulen führten zudem vertiefende Gespräche über industrielle Zusammenarbeit, Markterschließung und technologische Innovation.



 
 
 

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