Von Dialog zu gemeinsamer Umsetzung: Wuxi High-Tech-Zone überzeugt beim 2. Chinesisch-Europäischen Forum für Agrarrobotik
Kürzlich fand das 2. Chinesisch-Europäische Forum für Agrarrobotik auf dem historischen, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Campus der Universität Coimbra in Portugal statt. Die Veranstaltung wurde federführend vom Institut für Intelligente Agrarrobotik des Nationalen Technologieinnovationszentrums Jangtse-Delta (Yangtze Delta National Technology Innovation Center) in der Wuxi High-Tech-Zone organisiert. Li Yong, Gesandtschaftsrat für Wirtschafts- und Handelsangelegenheiten der chinesischen Botschaft in Portugal, sowie Prof. Jorge Dias von der Khalifa University, Ehrenvorsitzender des Forums, nahmen an der Veranstaltung teil und hielten die Begrüßungsreden.
Chen Xuedong, Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, Vizepräsident der Chinesischen Vereinigung für Wissenschaft und Technologie sowie stellvertretender Generaldirektor und Chefingenieur der China National Machinery Industry Corporation (Sinomach), Liu Qing, Direktor des Nationalen Technologieinnovationszentrums Jangtse-Delta und Präsident des Jiangsu Industrial Technology Research Institute (JITRI), sowie Gu Guodong, stellvertretender Sekretär des Parteiarbeitskomitees der Wuxi High-Tech-Zone und Bürgermeister des Stadtbezirks Xinwu, richteten per Videobotschaft Grußworte an die Teilnehmer. Rund 100 Vertreter aus Regierungsinstitutionen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus China, Großbritannien, Deutschland, Spanien, Portugal und weiteren Ländern nahmen an dem Forum teil.
Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2025 in Wuxi fand das Forum in diesem Jahr erstmals in Europa statt. Unter dem Leitthema „Innovationen in die Praxis bringen – der Weg zur Industrialisierung der Agrarrobotik“ diskutierten die Teilnehmer über technologische Herausforderungen, praktische Anwendungsszenarien, Markterschließung und gemeinsame Programme zur Ausbildung internationaler Fachkräfte.
Ziel der Veranstaltung war es, die gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung über die industrielle Umsetzung bis hin zur praktischen Anwendung enger miteinander zu verknüpfen. Gleichzeitig sollte das Forum chinesische Unternehmen im Bereich intelligenter Landtechnik dabei unterstützen, neue internationale Märkte zu erschließen.
Von den Ufern des Taihu-Sees in Wuxi bis zum Fluss Mondego in Coimbra entwickelt sich die chinesisch-europäische Zusammenarbeit im Bereich Agrarrobotik damit zunehmend vom jährlichen Dialog hin zur gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung konkreter Projekte.
Wuxi High-Tech-Zone setzt auf künstliche Intelligenz und internationale Zusammenarbeit
In seiner Videobotschaft betonte Gu Guodong, dass sich das Chinesisch-Europäische Forum für Agrarrobotik inzwischen zu einer wichtigen Plattform für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie beider Seiten entwickelt habe.
Das Institut für Intelligente Agrarrobotik des Nationalen Technologieinnovationszentrums Jangtse-Delta, das in der Wuxi High-Tech-Zone angesiedelt ist und die diesjährige Veranstaltung federführend organisiert hat, stehe beispielhaft für die Innovationskraft und internationale Ausrichtung des Standortes.
Derzeit verfolgt die Wuxi High-Tech-Zone konsequent ihre „All In AI“-Strategie, mit der künstliche Intelligenz branchenübergreifend eingesetzt und die digitale sowie intelligente Transformation verschiedener Wirtschaftssektoren vorangetrieben werden soll. Die Agrarrobotik stellt dabei ein besonders wichtiges Anwendungsfeld für die Verbindung von künstlicher Intelligenz und Landwirtschaft („AI + Agriculture“) dar.
Gu Guodong unterstrich, dass die Wuxi High-Tech-Zone auch künftig innovative Einrichtungen wie das Institut für Intelligente Agrarrobotik dabei unterstützen werde, internationale Ressourcen und Partner zusammenzubringen und weitere chinesisch-europäische Kooperationsprojekte erfolgreich umzusetzen.

Drei neue Kooperationsinitiativen vorgestellt
Im Rahmen des Forums hatten die Teilnehmer außerdem Gelegenheit, verschiedene Agrarroboter und deren technologische Entwicklungen aus nächster Nähe kennenzulernen. Die Präsentationen verdeutlichten, wie sich innovative Technologien zunehmend von der Forschung im Labor hin zum praktischen Einsatz auf landwirtschaftlichen Flächen entwickeln.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorstellung von drei neuen chinesisch-europäischen Kooperationsinitiativen:
1. Ein globales Programm zur Ausbildung und Förderung von Fachkräften: Ziel ist es, durch gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen und internationale Zusammenarbeit langfristig hochqualifizierte Fachkräfte für die Weiterentwicklung der Agrarrobotik auszubilden.
2. Ein internationales Forschungskooperationsprojekt zur probabilistischen Wahrnehmungstechnologie in der Agrarrobotik: Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Erforschung innovativer Wahrnehmungstechnologien, mit denen Agrarroboter komplexe und dynamische Umgebungen auf landwirtschaftlichen Flächen zuverlässiger erfassen und bewältigen können.
3. Eine strategische chinesisch-europäische Industriekooperation im Bereich Agrarrobotik: Diese Initiative soll die Überführung innovativer Forschungsergebnisse in marktfähige Anwendungen beschleunigen und technologische Entwicklungen gezielt mit den konkreten Anforderungen der Landwirtschaft und der Industrie verknüpfen.
Die drei Initiativen ergänzen sich gegenseitig: Während die gemeinsame Fachkräfteentwicklung die langfristige Grundlage der Zusammenarbeit stärkt, konzentriert sich die internationale Forschung auf zentrale technologische Herausforderungen. Die strategische Industriekooperation wiederum soll sicherstellen, dass neue Technologien schneller in praktische Anwendungen überführt werden und einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen entfalten.
Gemeinsam die Zukunft einer nachhaltigen Landwirtschaft gestalten
Von Wuxi bis Coimbra haben die beiden bisherigen Foren gezeigt, wie sich die chinesisch-europäische Zusammenarbeit im Bereich Agrarrobotik kontinuierlich vertieft und zunehmend konkrete Ergebnisse hervorbringt.
Die Wuxi High-Tech-Zone wird auch künftig ihre starke industrielle Basis und ihr innovationsfreundliches Ökosystem nutzen, um Forschungseinrichtungen wie das Institut für Intelligente Agrarrobotik bei der Ausweitung ihrer internationalen Zusammenarbeit und der Vernetzung mit globalen Innovationspartnern zu unterstützen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der erfolgreichen Umsetzung weiterer chinesisch-europäischer Kooperationsprojekte in den Bereichen künstliche Intelligenz und verkörperte KI (Embodied AI).
Damit möchte die Wuxi High-Tech-Zone nicht nur neue Impulse für die internationale Technologie- und Industriekooperation setzen, sondern auch einen aktiven Beitrag zur grünen Transformation der globalen Landwirtschaft und zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.


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